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Europäischen Allianz von Initiativen
angewandter Anthroposophie

Brennpunkt Saatgutzüchtung und Biodiversität

Liebe ELIANT-Freunde,

Es sind die kleinen, vor allem regionalen Saatgutzüchter, die mit Wissen, Hingabe und sehr bescheidenen Mitteln die bestehende Sortenvielfalt pflegen. Zudem entwickeln sie neue nachbaufähige Sorten durch natürliche Züchtungstechniken, die sich den sich verändernden klimatischen Bedingungen anpassen können. Damit sichern sie die für das Saatgut notwendige Biodiversität.

Die weltweit tätigen Saatgutkonzerne konzentrieren sich auf gentechnisch veränderte Sorten und Hybriden der wichtigsten Nahrungspflanzen wie Mais, Soja, Weizen, Reis, etc., d.h. auf wenige Sorten und grosse Mengen - was hohe Umsätze und Gewinne sichert.

Was konnte ELIANT 2014 für die Getreidesorten- und Artenvielfalt erreichen?

Grosser Erfolg unserer Konferenz Im Januar 2014 in Brüssel

ELIANT informierte zusammen mit Demeter International und weiteren Organisationen in Brüssel über die Konsequenzen, falls die neue EU-Saatgutverordnung vom EU-Parlament angenommen würde. Das geplante Regelwerk schränkte die Züchtungsarbeit nicht-professioneller Züchter und die Vermehrung durch Landwirte massiv ein. Damit war die Sortenvielfalt für Europa in Gefahr. Im Februar, einige Wochen nach der Konferenz, lehnte das EU Parlament die neue Verordnung ab!

Saatgutfestivals in europäischen Städten im Oktober 2014

Im September und Oktober 2014 fanden in Amsterdam, Athen, Brüssel, London und in Rumänien Saatgutfestivals statt. In Athen begleitete ein praktischer Workshop und eine Samentauschbörse die Informationsveranstaltung.

Im zweitägigen Saatgutfestival in Brüssel sprachen u.a. Florianne Koechlin über die Pflanze als lebendiges Wesen – die Pflanze ist keine Sache – und Christof Potthof vom Gen-ethischen Netzwerk bewegte die Zuhörer mit seinem Referat „keine GVO-Pflanzen in der Landwirtschaft und keine Patente auf Pflanzen“.

Das Festival in London war Teil der landesweiten Veranstaltungen „the humble seed“. In Vorträgen, Workshops und in weiteren Aktivitäten wurde darüber informiert, wieso nachbaufähiges Saatgut für uns alle so wichtig ist und wieso nachbaufähiges Saatgut erhalten werden muss.

In Rumänien lag das Schwergewicht der dreitägigen Veranstaltung auf den verschiedenen regionalen Kulturpflanzen und dem regionalen Saatgut. Vorteil und Nutzen dieser Pflanzen für Umwelt und Ernährungsqualität wurden erläutert.

Die Saatgutfestivals waren ein erster Schritt, um den Bürgern und Züchtern im direkten Austausch ihre Rechte für eigenes regionales Saatgut bewusst zu machen. ELIANT möchte im kommenden Jahr diese Arbeit in Brüssel und weiteren Städten fortführen. Diese wichtige Arbeit können wir nur mit Ihrer Unterstützung leisten. Herzlichen Dank für Ihre Spende.

Wir wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr und grüssen Sie herzlich
Für das ELIANT-Team
Dr. med. Michaela Glöckler