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Wissenschaftliche Referenzen und Materialien zur Konferenz vom 28. November 2017


Minth Schredle (taz 25. November 2017)






Computerspiele reduzieren Gehirnvolumen

Von Susanne Kressenstein

Das Gehirn von Menschen, die viel Zeit mit Online-Computerspielen verbringen, zeigt ein geringeres Volumen des orbitofrontalen Kortex. Das zeigt der Vergleich von Gehirnen von regelmäßigen Spielern und Nicht-Computerspielern. Laut den Ergebnissen einer aktuellen Studie ist das reduzierte Hirnvolumen nicht Voraussetzung für passioniertes Spielen sondern die Folge.

Für dieses Ergebnis untersuchten Forscher aus Ulm im Rahmen einer Längsschnittstudie 119 Erwachsene. 41 Personen davon waren passionierte Onlinespieler, 78 hatten bis dato keine Erfahrungen mit Onlinespielen gemacht. Diese Anfänger wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Hälfte sollte sechs Wochen lang jeden Tag mindestens eine Stunde das Computerspiel „World of Warcraft“ (zugelassen für Kinder ab zwölf Jahren) spielen, die andere Hälfte sollte nicht spielen und bildete damit die Kontrollgruppe. Zu Beginn und am Ende wurden bei allen Teilnehmer eine Magnetresonanztomografie durchgeführt.

Verglichen die Forscher die Scans von den erfahrenen Spielern mit den Nicht-Spielern zeigte sich bei den Spielern ein geringeres Volumen des orbitofrontalen Kortex. Interessanterweise nahm während des Untersuchungszeitraums auch bei den Neuspielern die graue Substanz im orbitofrontalen Kortex ab.

Dieser Bereich befindet sich im Großhirnrindengebiet direkt über der Augenhöhle und gehört zum Frontallappen, der für die Kontrolle von Emotionen verantwortlich ist. Man nimmt an, dass der orbitofrontalen Kortex eine wichtige Rolle beim Korrigieren der Bewertung emotionaler Stimuli spielt, das heißt wichtig für erlernte Emotionen ist. Daher kann man ihn in gewisser Weise als Sitz ethischer Empfindung bezeichnen.

(Medizinische Nachrichten vom 23. November 2017)


Abschalten, bitte: Es täte der Seele gut, kaum einer schafft es: zumindest an freien Tagen mal das Handy in Ruhe zu lassen. Ein Ratgeber zur digitalen Entgiftung

Von Christina Berndt

Neulich auf dem Weg zur Arbeit das Handy zu Hause liegen gelassen? Noch mal zurückgegangen, um es zu holen? Schon gut, das heißt noch nichts. Man muss ja heute nicht mehr fürchten, für süchtig erklärt zu werden, nur weil man wegen seines Handys einiges auf sich nimmt. Nicht mal mehr schämen muss man sich dafür, wie noch vor zwei Jahren, als nur jeder Dritte in einer Umfrage in US-Haushalten eher drucksend einräumte, er würde sein zu Hause vergessenes Smartphone auf jeden Fall holen. Egal, wie lang der Weg ist.

„Smombies“, Smartphone-Zombies, war mal ein Begriff für junge Leute, die es nicht lassen können, ständig ihre Handys anzutatschen, inzwischen sind fast alle Menschen Smombies, außer ein paar sehr technikreservierten Zeitgenossen vielleicht, die das Internet für eine neue Erfindung halten und von „Schlautelefonen“ reden, wenn sie Smartphones meinen. Die Vorstellung jedenfalls, man würde in eine kurze Auszeit fahren, wie das in diesen Tagen viele machen, und hätte das Handy aus Versehen zu Hause gelassen, mag man sich kaum weiter ausmalen. Zu schmerzhaft wäre es für alle, die noch Empathie haben. Also alle, die manchmal Mitleids-Emojis versenden.

Ganze 18 Minuten. Dann geht es nicht mehr. Länger hält es der Durchschnitts-Handybesitzer nicht aus, ohne auf sein Smartphone zu schauen. 88-mal am Tag, so hat es der Informatikprofessor Alexander Markowetz von der Universität Bonn ausgerechnet, unterbrechen die Deutschen das, was sie gerade tun, um auf ihrem Handy etwas zu lesen, eine Nachricht zu schreiben oder jemandes Einlassung gut zu finden.

Aber, keine Sorge, dies soll jetzt nicht einfach ein Aufruf zu einem langen Wochenende ohne Handy werden. Lassen Sie Ihr Smartphone zu Hause liegen! Drehen Sie nicht um! Und versuchen Sie, Ihre Daumen mal vier Tage lang stillzuhalten!

Die digitale Welt ist ja etwas Wunderbares. Und alles, was Kulturpessimisten dem Internet vorwerfen – dass es das Lesen torpediere, Hasstiraden Vorschub leiste und Menschen verdumme –, das konnten die guten alten Boulevardblätter, Dorfstammtische und Pseudo-Enthüllungsbücher ganz genauso. Lasst uns also unser Handy streicheln, weil wir uns mit ihm schnell und unmittelbar Wissen aneignen, uns im Internet entlegene Expertenaufsätze beschaffen oder Videos des frühen Fats Domino, Gott hab ihn selig, anschauen können. Niemand möchte mehr für eine Überweisung am Bankschalter anstehen, mit Telefonnummern bei der Auskunft geholfen werden oder Fakten mithilfe der 20Jahre alten Brockhaus-Ausgabe im Wohnzimmerregal überprüfen müssen.

Und doch ist dies ein Plädoyer für einen gemäßigten Umgang mit dem Digitalen. Ein Aufruf für eine neue Kultur, zu der möglichst jeder sein Bit-chen beiträgt. Denn es wäre schon besser, das muss man auch als echter Internet-Fan einräumen, wenn Menschen ihre Smartphones nicht, wie Wissenschaftler gezählt haben, 2617-mal pro Tag berühren würden. Während Eltern den Zugriff ihrer Kinder oft noch begrenzen, wissen sie nicht so recht, welche Grenzen für sie selbst gut wären. Das Handy begleitet sie ständig, es wandert vom Frühstückstisch über den Schreibtisch auf den Nachttisch. Und unbeachtet liegt es da nie.

„Nie abschalten zu können, ist aber Gift für die psychische Gesundheit“, sagt Klaus Lieb, Direktor der Psychiatrischen Klinik an der Universität Mainz. Er beklagt, dass „uns heute oft die Inseln der Erholung in unserem Alltag fehlen“. Das Smartphone hat die reinigende Langeweile abgeschafft. Man hat keine Pausen mehr. Keine Zeiten, zu denen man ins Leere starrt. Dass das nicht guttut, merken die meisten Menschen auch selbst. „Ständige digitale Erreichbarkeit“ gaben in einer Umfrage der Techniker-Krankenkasse vor einigen Monaten 28 Prozent der Befragten als Stressfaktor an. Es wäre also gut, mal wieder den Stecker vom Smartphone zu ziehen, bevor die Seele den Stecker zieht.

Dass endloser Handykonsum krank machen kann, ist ja keine Frage. Psychiater haben bereits neue Phänomene beschrieben wie die „Nomophobie“ für No-Mobile-Phone-Phobia – die Angst davor, ohne Handy zu sein. Oder „Fobo“, die Angst, offline zu sein: Fear of being offline. Wenn der Psychotherapeut Andreas Hillert von der Schön-Klinik Roseneck am Chiemsee über Patienten spricht, die ohne Unterlass übers Display streicheln, sieht er dahinter eine Angst, etwas zu verpassen, sich allein und leer zu fühlen. „Das Smartphone wird zum Objekt, das symbolisiert, mit allen verbunden zu sein.“ Ständig erhält man Feedback in Form von Botschaften, Likes und Kommentaren. Das aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn, das bald immer mehr davon will. „Soziale Netzwerke suggerieren, eingebunden zu sein“, sagt Hillert.

Das Schlimmste aber ist, dass die ständige Ablenkung auf Dauer die Aufmerksamkeit reduziert. Schon wenn man nur erwartet, dass bald eine Nachricht eintrifft, stört das unsere Konzentration, sagt der Braunschweiger Neurobiologe Martin Korte. Nach dem Lesen einer Mail braucht man Minuten, um sich wieder vollständig auf das zu konzentrieren, was man vorher gemacht hat. Der Mensch ist nur bedingt zum Multitasking befähigt. Es stresst ihn, wenn er auf mehreren Kanälen unterwegs ist.

Am Ende macht das ständige Daddeln aggressiv, unruhig, fahrig – und unzufrieden. Im „Flow“ hingegen befinden sich Menschen, die sich konzentriert einer Beschäftigung widmen und in ihr aufgehen. Deshalb genießt man Filme im Kino stärker als zu Hause – weil man eben nebenher nur Popcorn isst und nicht noch im Internet surft. Was würde nur der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal über uns denken, der schon im 17.Jahrhundert schrieb: „Alles Unglück der Menschen kommt davon her, dass sie nicht verstehen, sich ruhig in einer Stube zu halten.“ Wir haben uns inzwischen die ganze Welt in dieses Zimmer geholt.

Nicht umsonst wächst die Sehnsucht, mal wieder „unplugged“ zu sein. Die Internet-Askese, das „Digital Detox“, ist zu einem Modebegriff geworden, an dem nicht einmal mehr das Oxford Dictionary vorbeikommt. Viele Menschen sehnen sich danach, den ständigen Avancen ihres Smartphones zu widerstehen, wieder Raum für abschweifende Gedanken zu haben und mal wieder Blicke und Berührungen zu genießen statt der kurzen Aufmerksamkeitszuwendung, die aufploppende Nachrichten bedeuten. Deshalb wurde der Internet-verzicht neben Alkohol und Schoko-Abstinenz schon fest ins vorösterliche Fastenprogramm aufgenommen.

Das Problem ist nur: Zurück im Alltag wird sich nicht viel ändern. Ein Wochenende am See ohne Handy? Das ist nur Entgiftung auf Zeit. Aber das Leben geht ja weiter, und das Leben ist heute nun mal digital. Langfristige Strategien sind nötig, um sich den Diät-Effekt zu bewahren. Und eben dafür braucht es eine neue Kultur.

Die Digitalisierung prägt das Menschsein mehr als jede andere Erfindung der neueren Zeit. Nur weiß der Homo digitalis noch nicht so recht, wie er damit umgehen soll. Der Internetsoziologe Stephan Humer von der Hochschule Fresenius in Berlin ist der modernen Entwicklung keineswegs abgeneigt. Aber er betont auch: „Es fehlt uns an sozialen Normen für den Umgang mit der digitalen Welt.“ Jeder Mensch, so Humer, „sollte seine Bedürfnisse prüfen und sich fragen: ,Wann möchte ich erreichbar sein, wann nicht?‘“

In einer seelenfreundlichen Digital-Kultur würden Offline-Zeiten zum guten Ton gehören. Dann würde man, wenn man denn schon beschließt, abends nach Feierabend noch eine Mail an die Kollegen zu formulieren, verzögert versenden, sodass die Mail erst zu Bürozeiten ankommt. Man müsste sich schämen für digitale Belästigung am Feierabend, wie jemand der zu viel Alkohol trinkt oder Pelz trägt.

Eine zarte Bewegung in diese Richtung gibt es schon. Während in vielen Betrieben Mitarbeiter Abwesenheitsagenten installieren, wenn sie nur mal einen Tag nicht im Büro sind („Ich bin heute unterwegs“), ist es an Universitäten gerade en vogue, unter die Mail zu schreiben, dass man „als Beitrag zur Entschleunigung unserer Zeit“ abends nach 19 Uhr und am Wochenende keine beruflichen Mails mehr versenden und beantworten werde. Manchmal folgt der pädagogische Hinweis: „Vielleicht machen Sie ja mit?“

So könnte sich tatsächlich eine Gegenbewegung zur digitalen Sklaverei entwickeln, wie sie der Politikwissenschaftler André Wilkens in seinem Buch „Analog ist das neue Bio“ prophezeit hat. Wer es sich leisten kann, ist eben nicht mehr ständig verfügbar, und er geht auf Flohmärkte statt auf Ebay, um altes Zeug zu kaufen.

Ungehörig wäre es dann auch, Handys auf Tische zu legen, an denen mehr als ein Mensch sitzt. Schon wenn ein Handy nur daliegt, kann das nämlich das Gespräch stören, sagt die Hamburger Philosophin Ina Schmidt. Es ist ein klares Zeichen: Es könnte jederzeit sein, dass etwas wichtiger wird als das Gespräch mit dem Gegenüber. „Das Handy suggeriert, dass mir die Aufmerksamkeit nicht ungeteilt zur Verfügung steht“, sagt Schmidt. „Disconnect to reconnect“, empfiehlt deshalb auch die Soziologin Sherry Turkle vom Massachusetts Institute of Technology. „Wir sollten stärker darüber nachzudenken, wie wir miteinander kommunizieren wollen.“

Die Überzeugung, als teilanaloges Wesen den Nonstop-Nutzern moralisch überlegen zu sein, ist gewiss Motivation. Am besten aber funktioniert auch digitales Fasten immer noch mit klaren Regeln, denn der Geist ist oft schwächer als die Anziehungskraft des Touchscreens. Und kalkuliert Schwierigkeiten mit ein. Wer sich nur schwammig vornimmt, „weniger aufs Handy zu gucken“, wird scheitern. Zu viel Optimismus kann hemmen, sagt die Psychologin Gabriele Oettingen, die an der New York University zum Thema Erwartungen forscht. In ihren Tests waren Menschen motivierter, die zwar auf einen Erfolg hofften, aber Schwierigkeiten konkret vor Augen hatten und sich überlegten, wie sie diese umschiffen können. Man kann sich zum Beispiel sagen: Ja, ich möchte am Wochenende nicht mehr ständig Job-Mails lesen, aber ich finde das ja auch ganz unterhaltsam. Da helfen nur einschneidende Maßnahmen, wie den beruflichen Mail-account vom Handy zu löschen. Das mag man albern finden, aber wie gut Kontrolle bei der Einhaltung guter Vorsätze hilft, haben schon die Weight Watchers bewiesen.

Auch feste Zeiten fürs Smartphone sind eine klare Strategie, womöglich unterstützt durch Apps, die einen nur zu bestimmten Zeiten an manche Anwendungen lassen. Das Smartphone abends erst gar nicht mitnehmen, wenn man sich mit Freunden trifft. E-Mails und Nachrichten nicht einzeln, sondern im Schwung beantworten – morgens, mittags und abends etwa. Man ist ja früher auch nicht 150-mal am Tag zum Briefkasten gelaufen. Nicht gleich auf jede Nachricht reagieren. Das Handy nicht als Wecker benutzen, denn dann bekommt man schon beim Aufwachen die ersten Nachrichten aufgedrängt, anstatt sich die Chance zu geben, eigene Gedanken zu entwickeln. Und ganz wichtig: Weg mit den Push-Nachrichten, denn die stören, selbst dann, wenn man sich dagegen entscheidet, sie sofort zu lesen.

Wer Angst um seine Produktivität hat, kann sich mit der Forschung trösten: Menschen, die am Wochenende ihre Freizeit genießen, starten mit mehr Elan in die Woche, hat die Arbeitspsychologin Sabine Sonnentag von der Universität Mannheim beobachtet. Sie sind engagierter und ergreifen auch häufiger selbst die Initiative für neue Projekte. Auch sind sie zufriedener und haben weniger Symptome von psychischen Krankheiten. „Je stärker sich Arbeitnehmer in Gedanken von ihrer Arbeit lösen können, desto ausgeruhter und weniger gereizt sind sie am nächsten Morgen“, sagt Sonnentag. Abschalten erfordert im Internet-Zeitalter eben vor allem eines: Abschalten.

(SZ vom 28.10.2017)



“A new study shows that students learn way more effectively from print textbooks than screens”

http://uk.businessinsider.com/students-learning-education-print-textbooks-screens-study-2017-10?r=US&IR=T



Bürger wollen Computer und Wlan in den Schulen – aber nicht in Kitas

München – Das hat der fünf Milliarden Euro teure Digitalpakt der Bildungsministerin, für den es reichlich Absichtserklärungen und noch keinen einzigen realen Euro gibt, immerhin noch vor der Bundestagswahl geschafft: Alle reden von der Digitalisierung der Schulen, die Johanna Wanka (CDU) vorantreiben will. 80 Prozent der Bevölkerung begrüßen es, dass der Bund sämtliche Schulen mit Breitband-Internetzugang, Wlan und Computern ausstattet, nur 14 Prozent lehnen dies ab. Das geht aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten ifo-Bildungsbarometer hervor, einer jährlichen Umfrage unter mehr als 4000 Erwachsenen.

Noch größer ist das Ja zur Vermittlung von Digital- und Medienkompetenzen: 90 Prozent finden, das müsse die weiterführende Schule leisten, 55 sehen schon die Grundschule in der Pflicht. Dass beides nur klappen kann, wenn Lehrerinnen und Lehrer selbst fit im Internet und am Computer sind, ist ebenfalls den meisten klar: Acht von zehn Befragten befürworten es, Lehrkräfte zu jährlichen Fortbildungen zu verpflichten. Zu dieser Einsicht könnte auch das hohe Durchschnittsalter der Lehrer in Deutschland beitragen: Laut aktuellem OECD-Bericht ist beinah jeder zweite jenseits der Fünfzig – weit davon entfernt ein sogenannter Digital Native zu sein.

Die Zahlen lesen sich so, als würde Christian Lindner offene Türen einrennen. Auf einem Wahlplakat der FDP posiert der Spitzenkandidat mit Smartphone und Kopfhörern nämlich neben dem pink eingefärbten Spruch: „Digital first. Bedenken second.“ Ganz so unbesorgt mögen sich die Deutschen der Digitalisierung des Alltags jedoch nicht überantworten, zumindest nicht, wenn es um ihre Kinder und die Nutzung von Smartphones im Unterricht geht: Lediglich 42 Prozent der Bevölkerung möchten, dass Schüler ab der siebten Klasse ihr Handy für schulische Zwecke nutzen dürfen, 52 Prozent sind dagegen. Da schon heute viele Lehrer eine solche Nutzung erlauben, beispielsweise um Vokabeln in dem auf dem Smartphone installierten Offline-Wörterbuch nachschlagen zu lassen, könnte diese Meinungsäußerung ein gewisses Konfliktpotenzial im weiteren Prozess der Digitalisierung ankündigen. Weniger skeptisch beurteilen die Umfrageteilnehmer die Möglichkeit, über bevorstehende Tests, Hausaufgaben oder Prüfungsergebnisse von der Schule digital informiert zu werden: Nur ein Viertel lehnt das ab.

Wie viel Unterrichtszeit sollten Schüler mit selbständigen Arbeiten am Computer verbringen? Für diese Frage hält das Barometer deutliche höhere Werte als noch vor zwei Jahren bereit. 25 Prozent finden, dass mindestens die Hälfte der Unterrichtszeit so verwendet werden sollte; zwei Drittel sind der Meinung, es müssten mindestens 30 Prozent sein. Nur vier von hundert Befragten lehnen es ab, dass Schüler im Unterricht überhaupt vorm PC sitzen.

Die Kita wünschen sich Dreiviertel der Bürger dagegen als Schonraum: ganz ohne digitale Kompetenzen. Susanne Klein

(SZ vom 15.09.2017)







Ingo Leipner auf N24: Warum Bildschirme Kinder am Lesen hindern

Teil 1

Teil 2


Petition und offener Brief an die KultusministerInnen der Bundesländer in Deutschland

http://www.aufwach-s-en.de/2017/06/ob_kmk_irrweg-der-bildungspolitik/



Learning in relationships

(Thomas Fuchs, Prof. Dr. med. Dr. phil., University Clinic Heidelberg, 2014) 

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Lernen in Beziehungen

(Thomas Fuchs, Prof. Dr. med. Dr. phil., University Clinic Heidelberg, 2014) 

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The virtual other

(Thomas Fuchs, Prof. Dr. med. Dr. phil., University Clinic Heidelberg, 2013) 

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Der Schein des Anderen

(Thomas Fuchs, Prof. Dr. med. Dr. phil., University Clinic Heidelberg, 2013) 

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Tom Butler, Professor für Geschäfts Informations-Systeme an der Universität in Cork


Ein Interview mit Maria Luisa Nüesch, Präsidentin des Vereins Spielraum-Lebensraum e.V.


Hat der Konsum Digitaler Medien ähnliche Auswirkungen bei Kindern, wie der Konsum von Kokain?

Ein interessantes Video geht der Frage nach, in wieweit Technologie unsere Kinder in "Digital Junkies" verwandelt. Schauen Sie selbst:

Quelle:
https://www.facebook.com/HealthForAllKids/videos/301316260295203/


wie ZEIT ONLINE am 29.05.2017 berichtet:

"Unkonzentriert, hyperaktiv, sprachverzögert: Die übermäßige Nutzung digitaler Medien schadet Kindern, belegt eine Studie. Und fordert von den Eltern mehr Fürsorge.

Die intensive Nutzung digitaler Medien kann bei Kindern zu Entwicklungsstörungen führen. Dies ist das Ergebnis der Blikk-Medien-Studie 2017, die die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), vorgestellt hat. Vollständig veröffentlicht wird die Studie allerdings erst in einigen Monaten. Die Risiken reichen demnach von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern bis zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter. Je höher der Medienkonsum ist, desto ausgeprägter treten laut Kinder- und Jugendärzten die genannten Auffälligkeiten auf."

Quelle:
http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2017-05/digitale-medien-smartphone-kinder-gesundheitsrisiken-blikk-medien-studie

Ebenso SPIEGEL ONLINE berichtet am 29.05.2017 über die Blikk-Medien-Studie 2017

Quelle:
http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/blikk-studie-die-meisten-kita-kinder-spielen-taeglich-auf-dem-smartphone-a-1149674.html

Auch mdr AKTUELL ONLINE greift die gleiche Studie auf.

Quelle:
http://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/medienkonsum-internet-kinder-jugendliche-smartphones-studie-blikk-empfehlungen-mortler-100.html