diagnose:funk – ÜBERBLICK Nr. 10: Die Studienlage zur Embryotoxizität
Mit dem ÜBERBLICK Nr. 10 „Beeinflusst Mobilfunkstrahlung die Entwicklung von Embryos und Babys?“ legt diagnose:funk ein Risikodossier mit besorgniserregenden Ergebnissen vor. Über 90 Studien und 8 Reviews weisen Risiken durch Mobilfunkstrahlung für Schwangere, Embryos und Babys nach.
Die Nutzung von Smartphones, Tablets und WLAN kann die Fertilität schädigen – bei Männern wie bei Frauen. In der aktuellen Ausgabe von ÜBERBLICK werden über 90 Studien und 8 Reviews zu pränatalen (vorgeburtlichen) Auswirkungen auf die Eizellbildung, die Entwicklung des Embryos sowie die Folgen für das Baby diskutiert. Diese möglichen Auswirkungen reichen von neurobiologischen Folgen, Verhaltensauffälligkeiten, Wachstumsverzögerungen bis hin zu Krebs. Dokumentiert werden Studien, die im ElektrosmogReport (emfdata.org/de/elektrosmogreport) und auf EMF:data (emfdata.org) rezensiert sind. Ohne die Recherchearbeit von diagnose:funk würden diese 90 Studien in den Datenbanken schlummern und keine Institution über sie berichten.
Der ÜBERBLICK zeigt, dass die vorhandenen Studien nicht angemessen in die amtliche Risikokommunikation eingehen. Der ÜBERBLICK diskutiert, warum diese umfangreiche Studienlage von den zuständigen Behörden nicht ausgewertet wird. Aus ihr ergibt sich eine Konsequenz: Die Gesundheitsbehörden müssen das Vorsorgeprinzip einhalten und regulative Maßnahmen für die Gefahrenabwehr erlassen. Wenn medizinisches Fachpersonal und Hebammen sich über die Studien informieren, können sie den Eltern vor und nach der Geburt des Kindes Empfehlungen bezüglich der Nutzung funkbasierter Geräte geben (z.B. Smartphone, Smartwatch, Tablet, WLAN, Bluetooth). So schützen wir die Kinder vor den Auswirkungen der Funkstrahlung.
Besondere Vulnerabilität während der Schwangerschaft
Gesundheitsbewusste Frauen verzichten in der Schwangerschaft auf Alkohol, Rauchen, Koffein, auf mit Pestiziden oder Quecksilber belastete Lebensmittel. Doch auch Mobilfunkstrahlung ist für schwangere Frauen und insbesondere für Embryos im Mutterleib ein Risiko, denn während der Schwangerschaft laufen hochsensible Entwicklungsprozesse ab. Der ÜBERBLICK Nr. 10 von diagnose:funk dokumentiert über 90 wissenschaftliche Studien und acht Studienüberblicke. Diese Untersuchungen verdeutlichen alle, dass eine vorgeburtliche Belastung durch Funkstrahlung (Smartphone, Tablet, WLAN, Bluetooth) Schäden verursachen kann.
Sieben nachgewiesene mögliche Schädigungen
- Oxidativer Zellstress ist ein zentraler Wirkmechanismus: Mobilfunkstrahlung führt zur Überproduktion von Sauerstoffradikalen (reaktive Sauerstoffspezies, ROS). Diese verursachen entzündliche Erkrankungen und schwächen das antioxidative Schutzsystem.
- Genetische Schäden und Störung der Zellregulation: Nachweis von DNA-Strangbrüchen als Vorstufe genetischer Veränderungen sowie Beeinträchtigung der Genexpression.
- Störung zentraler Entwicklungsprozesse: Dysregulation der Embryonalentwicklung durch gesteigerten Zelltod und reduzierte Zellneubildung.
- Schädigung der Eierstöcke: Beeinträchtigung der hochsensiblen Eireifung (Oogenese) mit irreversiblem Fruchtbarkeitsverlust und schädlichen Wirkungen für den Embryo.
- Strukturelle und funktionelle Schäden an Organen sowie klinisch relevante Entwicklungsstörungen: Pathologische Veränderungen an Gehirn, Herzmuskel, Leber und Hoden sowie Wachstums- und Entwicklungsverzögerungen.
- Gehirnareale für Lernen und Gedächtnis sind besonders empfindlich: Störung der Bildung von Nervenzellen (Neurogenese) und der Synapsenbildung im Gehirn. Es kann zu kognitiven Defiziten kommen durch Beeinträchtigung des Teils des Gehirns, der vor allem für das Gedächtnis wichtig ist (Hippocampus).
- Langfristige, generationenübergreifende Auswirkungen: Vorgeburtliche Schäden bestehen bis ins Erwachsenenalter. Die Schäden können sogar auf die Nachkommen übertragen werden.
Einordung der Gesamtevidenz
- Beeinflussung zentraler Steuerungsprozesse: Mobilfunkstrahlung wirkt sich negativ aus auf die Embryonal- und Gehirnentwicklung.
- Bemerkenswerte Konsistenz: Die Studien zeigen ein systemisches Muster. Oxidativer Zellstress, DNA-Schäden, gestörte Zellprozesse und neuronale Dysfunktionen bilden ein plausibles biologisches Wirkgefüge.
- Rückgrat der Risikobewertung: Tierstudien sind für die medizinische Bewertung essenziell. Die biologischen Grundmechanismen sind bei Menschen und Tieren hochgradig vergleichbar. Nach den Kriterien des Vorsorgeprinzips ist die Datenlage aus Tier-, Zell- und epidemiologischen Studien konsistent genug, um von einem mehrfach belegten Risikopotenzial zu sprechen.
Wie können Sie sich und Ihr Baby schützen?
Sie können mit einfachen Schritten viel bewirken:
- Abstand wahren zu mobilen Geräten und WLAN, dadurch weniger Funkbelastung. Merke: Der Abstand ist Dein Freund!
- Für Schwangere und Eltern mit Kindern gilt: Smartphone und WLAN ausschalten, so oft es möglich ist – mindestens nachts.
Wenn medizinisches Fachpersonal und Hebammen sich über die Studienlage informieren, können sie den Eltern vor und nach der Geburt des Kindes umsichtige Empfehlungen bezüglich der Nutzung funkbasierter Geräte (Smartphone, Smartwatch, Tablet, WLAN, Bluetooth) geben. So schützen wir die Kinder vor den Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung. Dazu gibt der Ratgeber 1 „Elektrostress im Alltag“ von diagnose:funk viele Tipps: diagnose-funk.org/ratgeber1
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