GVO Problematik und globale Strategie für Komplementärmedizin

Hoffnungsvolle Strategie für die Anthroposophische Medizin – gefährdete Wahlfreiheit bei Lebensmitteln durch GVO

Liebe ELIANT-Freundinnen, liebe ELIANT-Freunde,

Wir freuen uns, dass auf der Weltgesundheitsversammlung im Mai 2025 eine neue globale WHO-Strategie für traditionelle, komplementäre und integrative Medizin für den Zeitraum 2025 bis 2034 verabschiedet wurde. Angesiedelt ist sie in der kleinen WHO-Abteilung TCIM , der sich bis heute 340 Organisationen angeschlossen haben. Ihr Credo: «Das reiche kulturelle Erbe und die Vielfalt der Heiltraditionen und -prinzipien der TCIM fördern eine positive Gesundheitsvision, die den ganzen Menschen in den Mittelpunkt stellt und die Quellen der Gesundheit stärkt.» Ziel ist, eine sicht- und hörbare Stimme für eine zukünftige ganzheitliche Medizin zu bilden.

Die Internationale Vereinigung Anthroposophischer Ärztegesellschaften ivaa ist eines der Gründungsmitglieder dieser TCIM – Koalition. Sie konnte die Gesichtspunkte der Anthroposophischen Medizin einbringen, jeden Menschen als ein Wesen aus Körper, Seele und Geist anzuerkennen und das Recht eines Jeden, informiert und frei über seine medizinische Versorgung zu entscheiden. Grundsätzlich sollte Medizin auf Heilung und nicht Symptombeseitigung setzen.

WHO – Pandemieabkommen und Internationale Gesundheitsvorschriften (IGV)
Ebenfalls im Mai 2025 hat die Weltgesundheitsversammlung das Pandemieabkommen angenommen, allerdings müssen in den nächsten zwölf Monaten noch Einzelheiten ausgehandelt werden. Erst dann wird es zur Unterzeichnung an die Mitgliedstaaten freigegeben. Es lässt einerseits viele Fragen offen hinsichtlich Gerechtigkeit zwischen den Ländern bezüglich Prävention sowie Bewältigung von Pandemien. Andererseits gibt es den einzelnen Ländern viel Spielraum für Interpretation und Umsetzung. Die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) wurden im 2024 angenommen und treten ab September 2025 in Kraft.

Die Wahlmöglichkeit bei Lebensmitteln ist weiterhin in Gefahr
Auf EU-Ebene dauern die politischen Diskussionen zur Festlegung der Anforderungen für die neuen GVO wie CRISPR-Cas noch an. Bereits im Juli 2023 veröffentlichte die Europäische Kommission dazu einen Legislativvorschlag, mit dem alle für neue GVO geltenden verbindlichen Anforderungen aufgehoben werden. Diese neue Generation von GVO würde somit ohne vorherige Risikobewertung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung auf den Markt kommen, was sowohl unsere Gesundheit als auch unsere Wahlfreiheit gefährden würde. Landwirte und Verbraucher haben das Recht zu wissen und zu wählen, was auf unseren Feldern und auf unseren Tellern landet. Deshalb unterstützen wir alle Bestrebungen, dass die derzeitigen verbindlichen Anforderungen an die Risikobewertung, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit für alle GVO, die auf den Markt kommen, beibehalten werden.

Seit der Veröffentlichung des Vorschlags der Kommission hat dankenswerterweise das Europäische Parlament in seiner Stellungnahme gefordert, dass die wesentlichen Kennzeichnungs- und Rückverfolgbarkeitsanforderungen wieder aufgenommen werden. Aktuell laufen die Trilog-Verhandlungen der drei Institutionen Parlament, Rat und Kommission. Bislang konnten sie sich nicht auf eine gemeinsame Grundlage bezüglich Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung einigen. Wichtig ist daher: Während diese Verhandlungen andauern, müssen so viele wie nur möglich von uns sich an die Mitglieder des Europäischen Parlaments wenden und sie bitten, die Position des Parlaments zu Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung im Verhandlungsprozess stark zu vertreten. Die EU-Bürger wollen eine klare Kennzeichnung aller GVO. Zögern Sie daher nicht, sich unter diesem Link an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Ihrem Land zu wenden und sie zu bitten, unsere Wahlfreiheit zu verteidigen.

Nach Abschluss der Trilog-Verhandlungen müssen Parlament und Rat über den endgültigen Text abstimmen. Die Abstimmung im Parlament ist die letzte Chance und wird entscheidend sein. Je nach Verlauf werden wir Sie vor der endgültigen Abstimmung im Herbst um Ihre Hilfe bitten! Für Ihre Unterstützung für die Wahlfreiheit danken wir Ihnen.

Herzlich grüsst für das ELIANT Team
Michaela Glöckler

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