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angewandter Anthroposophie

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft und ihr Warenzeichen DEMETER

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft und ihr Warenzeichen DEMETER

auf Einladung von Carl Graf von Keyserlingk (1869–1928) und seiner Frau Johanna Skene, fand auf dem Schloss und Gutsbetrieb Koberwitz/Cobernewitz im heutigen Polen vom 7. Juni bis 16. Juni 1924 ein Kurs für Bauern und Landwirte statt unter dem Titel Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Es war dies – parallel zu der sich entwickelnden Agrarchemie und industrialisierten Landwirtschaft – der Beginn der nachhaltigsten, heute weltweit praktizierten Landbaumethode.

Im Zentrum steht auch hier der Mensch, die Betriebsgemeinschaft, wie sie weltweit auf über 11.000 Demeter-Betrieben, exemplarisch zum Beispiel auf dem Dottenfelderhof bei Bad Vilbel/Frankfurt, in Sekem, Ägypten bei Kairo/Ägypten und in Juchowo, Polen verwirklicht sind. Der Boden wird mit den auf dem Hof hergestellten biodynamischen Präparaten gepflegt. Dadurch regeneriert sich der Boden, der Humusgehalt steigt. Pflanzendiversität, Insektenschutz, Anlegen von Hecken als Nistplätze für die Vögel sind selbstverständlich.

Unter den Tieren kommt der Kuh eine zentrale Bedeutung zu, deren Haltung im Stall und auf der Weide vollumfänglich der Würde dieser Tiere Rechnung trägt. Undenkbar ist es, diesen Tieren die Hornanlagen abzubrennen, nur damit mehr Kühe in den Stall passen und sich die Arbeit finanziell besser trägt.

Manfred Klett formuliert das Ideal einer solchen Mensch und Natur harmonisch verbindenden Landwirtschaft im Vorwortes zu seinem Buch „Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst. Eine Landwirtschaft der Zukunft“ so: Man erlebt sich auf diesem Wege immer als am Anfang stehend. Die aus der Geisteswissenschaft gewonnenen Ideen sind Leitstern der täglichen Arbeit, das Leistbare ist Stückwerk in einer Entwicklung, deren Fruchtbarkeit erst die schöpferische Kraft dieser Ideen enthüllt und damit ihre Wahrheit.